← Zur Dokumentation

2001 · 2001

UVS Verkehr

1) Verkehrsuntersuchung

Der eigentlichen UVS wird als Teil A eine Verkehrsuntersuchung
vorangestellt. Diese beschäftigt sich zunächst mit der heutigen
und zukünftigen Bedeutung der Ostwestfalenstraße und der B
1.

Da das Straßennetz im östlichen Teil des
Kreises Lippe angabegemäß die überörtlichen Verbindungsaufgaben
zum Teil nur ungenügend erfüllt und sich auf bestimmten Abschnitten
auch nicht ausbauen läßt, wurde das sog. "Netzkonzept
Lippe"entwickelt

Danach soll die B1 südlich von Blomberg auf die
Ostwestfalenstraße (L 712) bis Großenmarpe und dann gemeinsam
mit der B 66 über die auszubauende L 758 und die neue Nordumgehung
Barntrup geführt werden. Barntrup wird dann im Norden umfahren, so
daß die B 66 östlich von Barntrup wieder die heutige B 1 erreicht.
Die bestehende B 1 zwischen Blomberg und Barntrup wird, hierbei zur Landesstraße
abgestuft. Drittes Element der Netzkonzeption ist der Aus- und Neubau
der L 758 zwischen Detmold und Cappel bis zum Anschluß an die Südumgehung
Großenmarpe. Ziel des Netzkonzeptes ist es, den Gesamtverkehr in
Südostlippe auf wenigen großen und schnellen Straßen
zu bündeln.

Die OU Istrup ist ein wesentlicher Bestandteil dieses
Netzkonzeptes. Die Prognosebelastung der geplanten OU liegt bei ca. 19.000
Kfz/24 h.

Mit Maßnahmen der Verkehrslenkung und -regelung
will man dafür sorgen, daß dieser -von der Streckenlänge
deutlich ungünstigere- Zick-Zack-Kurs um Blomberg herum vom Verkehrsteilnehmer
auch akzeptiert wird und sich keine Schleichverkehre bilden.

Die verkehrstechnische Leistungsfähigkeit der derzeitigen
Ortsdurchfahrt Istrup reicht zwar aus, um die auftretenden Verkehrsmengen
zu bewältigen. Allerdings dominiert die Verkehrsfunktion und alle
übrigen Eigenschaften einer innerörtlichen Straße werden
durch den starken, durchgehenden Verkehrsstrom bei gesteigerter Unfallgefahr
spürbar beeinträchtigt.

In der Verkehrsuntersuchung werden sodann die 4 Trassenvarianten
dargestellt, Variante I und II im Norden und III und IV im Süden
von Istrup.

Bei allen Varianten soll die alte Ortsdurchfahrt an
den Verzweigungspunkten von der L 712/B 1n abgebunden werden. Eine Anbindung
der OU an den Ort erfolgt bei den Nordvarianten über eine Anschlußschleife
am Ziegenbrink und eine neue Zubringerstraße, die südlich der
Umgehungsstraße in Verlängerung der Detmolder Straße
erstellt werden soll.

Bei den Südvarianten soll der Anschluß der
OU an das örtliche Straßennetz an der K 78/Detmolder Straße
über einen höhenfreien Knotenpunkt erfolgen. Diese Anschlußstelle
wird bei den weiteren Untersuchungen als das Hauptargument gegen eine
der Südvarianten dargestellt. Im Falle einer Südumgehung wird
befürchtet,daß ein Teil des B 1-Verkehrs von Paderborn den
kürzeren Weg durch Höntrup und Wellentrup wählt und erst
an der Detmolder Straße auf die B 1n auffahre ( bzw. umgekehrt).
Auch ein Teil der Fahrer von Blomberg nach Detmold (oder umgekehrt) werde
die B 1n an der Detmolder Straße verlassen und den Weg über
Wellentrup wählen. Verkehrslenkende Maßnahmen sollen hier –
anders als bei dem -Zick-Zack-Kurs um Blomberg herum – nicht zur Verhinderung
von Schleichverkehren führen, was im einzelnen aber nicht weiter
begründet wird.

© 2003 Initiativkreis Ortsumgehung
Istrup

Originaldatei öffnen