| 1) Verkehrsuntersuchung |
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Der eigentlichen UVS wird als Teil A eine Verkehrsuntersuchung vorangestellt. Diese beschäftigt sich zunächst mit der heutigen und zukünftigen Bedeutung der Ostwestfalenstraße und der B 1. Da das Straßennetz im östlichen Teil des Kreises Lippe angabegemäß die überörtlichen Verbindungsaufgaben zum Teil nur ungenügend erfüllt und sich auf bestimmten Abschnitten auch nicht ausbauen läßt, wurde das sog. "Netzkonzept Lippe"entwickelt Danach soll die B1 südlich von Blomberg auf die Ostwestfalenstraße (L 712) bis Großenmarpe und dann gemeinsam mit der B 66 über die auszubauende L 758 und die neue Nordumgehung Barntrup geführt werden. Barntrup wird dann im Norden umfahren, so daß die B 66 östlich von Barntrup wieder die heutige B 1 erreicht. Die bestehende B 1 zwischen Blomberg und Barntrup wird, hierbei zur Landesstraße abgestuft. Drittes Element der Netzkonzeption ist der Aus- und Neubau der L 758 zwischen Detmold und Cappel bis zum Anschluß an die Südumgehung Großenmarpe. Ziel des Netzkonzeptes ist es, den Gesamtverkehr in Südostlippe auf wenigen großen und schnellen Straßen zu bündeln. Die OU Istrup ist ein wesentlicher Bestandteil dieses Netzkonzeptes. Die Prognosebelastung der geplanten OU liegt bei ca. 19.000 Kfz/24 h. Mit Maßnahmen der Verkehrslenkung und -regelung will man dafür sorgen, daß dieser -von der Streckenlänge deutlich ungünstigere- Zick-Zack-Kurs um Blomberg herum vom Verkehrsteilnehmer auch akzeptiert wird und sich keine Schleichverkehre bilden. Die verkehrstechnische Leistungsfähigkeit der derzeitigen Ortsdurchfahrt Istrup reicht zwar aus, um die auftretenden Verkehrsmengen zu bewältigen. Allerdings dominiert die Verkehrsfunktion und alle übrigen Eigenschaften einer innerörtlichen Straße werden durch den starken, durchgehenden Verkehrsstrom bei gesteigerter Unfallgefahr spürbar beeinträchtigt. In der Verkehrsuntersuchung werden sodann die 4 Trassenvarianten dargestellt, Variante I und II im Norden und III und IV im Süden von Istrup. Bei allen Varianten soll die alte Ortsdurchfahrt an den Verzweigungspunkten von der L 712/B 1n abgebunden werden. Eine Anbindung der OU an den Ort erfolgt bei den Nordvarianten über eine Anschlußschleife am Ziegenbrink und eine neue Zubringerstraße, die südlich der Umgehungsstraße in Verlängerung der Detmolder Straße erstellt werden soll. Bei den Südvarianten soll der Anschluß der OU an das örtliche Straßennetz an der K 78/Detmolder Straße über einen höhenfreien Knotenpunkt erfolgen. Diese Anschlußstelle wird bei den weiteren Untersuchungen als das Hauptargument gegen eine der Südvarianten dargestellt. Im Falle einer Südumgehung wird befürchtet,daß ein Teil des B 1-Verkehrs von Paderborn den kürzeren Weg durch Höntrup und Wellentrup wählt und erst an der Detmolder Straße auf die B 1n auffahre ( bzw. umgekehrt). Auch ein Teil der Fahrer von Blomberg nach Detmold (oder umgekehrt) werde die B 1n an der Detmolder Straße verlassen und den Weg über Wellentrup wählen. Verkehrslenkende Maßnahmen sollen hier - anders als bei dem -Zick-Zack-Kurs um Blomberg herum - nicht zur Verhinderung von Schleichverkehren führen, was im einzelnen aber nicht weiter begründet wird. |
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© 2003 Initiativkreis Ortsumgehung
Istrup
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