Name
Rotmilan, aus dem Französischen. Wissenschaftlich Milvus milvus,
volkstümlich Gabelweihe. Nächster Verwandter ist der Schwarzmilan.
Gehört wie Weihen, Bussarde, Altweltgeier, Adler zur Familie
der Habichtartigen.
Kennzeichen
mit ca. 65 cm etwas größer als ein Mäusebussard,
Flügelspannweite bis zu 180 cm, bräunliches Gefieder,
Kopf weißlich bis grau. Geschlechter äußerlich
nicht unterscheidbar. Besonderes Kennzeichen ist langer, gegabelter,
rostroter Schwanz. "Schwereloser" Gleitflug, wie Spielzeugdrachen
(Englisch "Red Kite", roter Drachen).
Lautäußerungen
Der Rotmilan ruft eher selten, bei Balz und Brutpflege ab Ende März
bis Anfang Juni ist er häufiger zu hören. Ruf ist ein
gedehntes Trillern "uuu-wiuwiuwiu-wiuuuu".
Nahrung Mäuse,
Feldhamster, Vögel, Fische, Aas (z.B. Straßen- oder Mähopfer).
Müllkippen spielen als Nahrungsquelle eine große Rolle.
Brutzeit Brutbeginn
Anfang bis Mitte April, eine Jahresbrut. Horst: bis zu 1 m hoch,
in Bäumen, oft in über 20 m Höhe, z.T. mit "Verzierungen"
aus Papier, Lappen, Plastik. Gelege: 2-3 Eier, selten 4. Brutdauer:
Durchschnittlich 33 Tage. Entwicklungszeit: Nestlingszeit etwa 6
bis 8 Wochen; nach Flüggewerden weitere 4 Wochen im Familienverband.
Vorkommen Europa
südlich 60. Breitengrad (ab Südschweden). Vom Weltbestand
(max. 22.500 Paare) lebt mehr als die Hälfte in Deutschland,
davon 2/3 in Ostdeutschland. Zu finden in offenen, abwechslungsreichen
Landschaften, da der Rotmilan seine Beute aus der Luft erspäht.
Wanderungen
Bei uns Zugvogel, Winterquartier in Frankreich, Spanien und Portugal,
seltener Nordafrika. Seit den 60er Jahren zunehmend auch Überwinterung
in Deutschland.
Gefährdung
uneinheitlich, z.T. stark abnehmende Bestände, lokal auch Zunahmen.
Besonders gefährdet durch Intensivlandwirtschaft; auch durch
Flurbereinigung, da mit gerodeten Hecken, Büschen und Wildpflanzen
auch Kleintiere verschwinden und damit Nahrung.
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