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2002 · 2002

Pressenotiz

Pressenotiz 18.10.2002
Stellungnahme
zu "Eine Variante reicht nicht aus" / LZ vom 18.10.02

"Mit dem Kopf durch die
Wand" will nach Ansicht des Initiativkreises der Landesbetrieb Stra-ßen.NRW.
Bereits zweimal haben die Straßenplaner vergeblich versucht, der
Istruper Bevölkerung eine ortsnahe Ortsumgehung schmackhaft zu machen.

Bereits der erste Versuch scheiterte 1983 kläglich.
Bei einer damals von der Stadt Blomberg durchgeführten Bürgerbefragung
(Rücklaufquote 69%) entschied sich die Mehrheit der antwortenden
Bürger gegen eine ortsnahe Nordumgehung (92,3% der grundsätzlichen
Befürworter) bzw. 28% gegen eine Ortsumgehung. Ein weiterer Trassenvorschlag
im Süden von Istrup stand der Bevölkerung seinerzeit nicht zur
Auswahl.

Auch der zweite Versuch gut 15 Jahre später stieß
auf heftige Gegenwehr. Bereits bei der Vorstellung der vier Trassen (je
zwei im Norden und im Süden) in der Bürgerversammlung wurde
deutlich, dass ausschließlich eine ortsnahe Nordvariante durch den
Landesbetrieb Straßen.NRW gewünscht wurde. Die spontane Resonanz
aus der Istruper Bevölkerung gegen diese ortsnahe Trasse führte
jedoch nicht zu einem Umdenken des Landesbetrieb Straßen.NRW sondern
nur zu einer Verschiebung der Entscheidung wie vor 15 Jahren.

Nach weiterer öffentlicher Diskussion in Istrup
und den Blomberger Parteien gelang es dem Initiativkreis im April 1999
innerhalb kurzer Zeit 450 Unterschriften aus allen Teilen Istrups gegen
den Bau der vom Straßenbauamt favorisierten ortsnahen Nordumgehung
Variante 1a zu sammeln. Der daraufhin und auf Initiative des Dorfausschusses
Istrup und des Bürger-meisters gegründete "Runde Tisch
Istrup" fand alsbald einen Konsens: die ortsnahen Tras-senvarianten
im Süden und Norden sind nicht im Interesse der Gesamtbevölkerung
Istrups und sollen demzufolge nicht weiterverfolgt werden. Weiterhin wurde
vereinbart, dass eine weitere Diskussion über die Streckenvarianten
ortsferne Nord- bzw. ortsferne Südvariante von der FFH-Prüfung
abhängig gemacht wird, die notwendig wurde, da der Hurn als schützens-werter
Lebensraum im Sinne der FFH (Flora Fauna Habitat) Richtlinie an die europäische
Union gemeldet wurde.

Wenn nun statt der von Politik und Verwaltung seinerzeit
geforderten FFH-Prüfung aller Tras-senvarianten nur die ortsnahe
Nordvariante untersucht worden ist, deutet sich an, daß Stra-ßen.NRW
die ortsnahe Nordvariante notfalls auch gegen den Widerstand aus der Bevölke-rung
durchsetzen will.

Die Zuversicht des städtischen Beigeordneten Klaus
Geise, die Ortsumgehung werde früher oder später kommen, teilt
der Initiativkreis nicht. Wir glauben vielmehr, daß in Zeiten knappster
Kassen im Wettbewerb mit anderen Maßnahmen allenfalls die Straßenbauprojekte
realisiert werden, für die sich Bevölkerung und Politik geschlossen
stark machen. Eine solche Geschlossenheit wird es im Falle einer ortsnahen
Nordumgehung in Istrup aber sicherlich nicht geben, was die vergangenen
Jahre eindrucksvoll belegen.
Der Initiativkreis geht vielmehr davon aus, daß die ortsnahe Nordumgehung,
wenn sie poli-tisch nicht verhindert werden kann, insbesondere auch wegen
ihrer Lage am und im FFH-Gebiet "Hurn" spätestens vor Gericht
scheitern wird. Wer eine Ortsumgehung für Istrup will, kommt um eine
andere und ortsferne Trassenvariante nicht herum!

Initiativkreis Ortsumgehung Istrup

 

Reaktione

—

© 2003 Initiativkreis Ortsumgehung Istrup

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