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2005 · 2005

LZ Nordumgehung ja oder nein

Lippische Landeszeitung vom 18.03.2005

Nordumgehung: ja oder nein?

Trotz Bedenken des Initiativkreises votieren SPD/FDP
für die Fragestellung der Verwaltung

Blomberg (sb). Sind Sie
für den Neubau einer ortsnahen B 1-Nordumgehung entsprechend der
vorgestellten Vorplanungslinie? Dann sind Sie also gegen die Beibehaltung
der jetzigen Verkehrsführung durch den Ortskern? Oder sollte besser
alles beim Alten bleiben, weil sie gegen die Nordtrasse sind? Zwischen
diesen beiden Alternativen können sich die Istruper während
der Landtagswahl am 22. Mai entscheiden.

Der Hauptausschuss beschloss am Mittwochabend mit den Stimmen von SPD
und FDP, die Frage zur Istruper Ortsumgehung so zu stellen, wie es die
Verwaltung vorgeschlagen hatte. CDU, Grüne und FBvB stimmten dagegen.
Wie berichtet, hatte sich der Initiativkreis "Ortsumgehung Istrup"
dafür stark gemacht, während der Befragung auch gleich bestimmen
zu lassen, welche Trasse die Istruper favorisieren. Die Verwaltung hatte
dagegen empfohlen, explizit nach der ortsnahen Nordtrasse zu fragen, da
diese vom Landesstraßenbauamt bis zuletzt als einzig realisierbare
Variante genannt worden ist.

"Wir sind gegen die Nordtrasse und halten sie auch für schwer
umsetzbar. Ob sie überhaupt kommt, ist fraglich", sagte CDU-Fraktionschef
Jörg Kleinsorge. Deshalb sei seine Fraktion dafür, die Istruper
zunächst zu fragen, ob sie denn überhaupt eine Ortsumgehung
wollten – und zwar unabhängig von einer Trasse. Schließlich
gebe es auch Gründe, die gänzlich gegen eine Ortsumgehung sprächen:
Die bestehende Infrastruktur und neue Verkehrsprognosen, zum Beispiel.

Istrup auch ohne Umgehung entlasten.

Das hörte Hans-Ulrich Arnecke (Grüne) gerne. Er erinnerte nochmals
daran, dass seine Fraktion insgesamt gegen eine neue Straße sei:
"Vielleicht werden Autofahrer von Lemgo nach Hameln künftig
vermehrt die neue Straße über Barntrup nutzen", so seine
Hoffnung. Dann könnte Istrup auch ohne eine Umgehungsstraße
entlastet werden. Auch Günter Simon (FBvB) äußerte generelle
Bedenken gegen eine Ortsumgehung und erinnerte an das Beispiel Kohlstädt.
Michael Maletzky vom Initiativkreis hatte zu Beginn der Sitzung noch einmal
eindringlich an die Politiker appelliert, die Befragung nicht auf ein
Für und Wider zur Nordtrasse zu reduzieren: " Bleiben Sie Ihrer
Linie treu, alle Trassen gleichwertig zu betrachten. Senden Sie ein Signal,
dass der Hauptausschuss wirklich wissen will, was die Istruper Bürger
wollen."
Davon ließen sich SPD und FDP jedoch nicht beeindrucken. Für
den liberalen Fraktionsvorsitzenden Hans-Adolf Albrecht gab es keine neuen
Aspekte, die ein Umdenken verlangten: "Es gibt nur die Nordtrasse.
Und es ist ehrlich und fair, den Istrupern das Machbare aufzuzeigen."
Dem schloss sich SPD-Chef Günther Borchard an. Er kritisierte den
CDU-Vorschlag: "Eine so unspezifische Fragestellung ist dem Stand
des Verfahrens nicht angemessen." Auch für ihn gebe es in Sachen
Nordtrasse noch offene Fragen. Allerdings gehe es diesmal ja nicht um
eine Stellungnahme zur Trasse, sondern um die Befragung: "Und dafür
brauchen wir eine klare Fragestellung, die auch realistisch ist."

Diese Daten wurden übernommen aus der
vom 18.03.2005.
© 2005 Initiativkreis Ortsumgehung Istrup

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