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2005 · 2005

Kritik an der Verkehrsuntersuchung

 

 
Info für Istrup
UNABHÄNGIG
Nr.1
Überparteilich

Samstag. 7.Mai 2005  
www.ortsumgehung-istrup.de

Fühlen
uns betrogen!

Bürgerbefragung: keine Auswahl
dank SPD/FDP.

Blomberg/Istrup. Die SPD/FDP Ratsfraktion setzte gegen die Stimmen
der CDU, des Bündnis 90/Die Grünen und der FBvB durch, den
Istrupern bei der Bürgerbefragung die Möglichkeit zur Variantenauswahl
zu streichen.

…da war es nur noch eine

Jahrelang hatte es geheißen, die Istruper dürften sich
äußern, ob sie sich eine Umgehung wünschen und wo
diese nach ihrer Vorstellung liegen sollte. Mehrere Trassenvarianten
im Norden und Süden von Istrup wurden von Straßen NRW
seit 1998 vorgestellt und in der Politik, im Dorf, am „Runden
Tisch“ und im Dorfausschuss analysiert und diskutiert. Jetzt
soll plötzlich nur noch eine Trassenvariante realistische Chancen
haben: die ortsnahe Nordumgehung. Jedenfalls nach Ansicht von SPD/FDP.
Und weil Straßen.NRW behauptet, andere Varianten hätten
wohl bei den beteiligten Fachbehörden keine Chance. Das hat
Straßen NRW aber 1998 auch schon gesagt. So geht Straßen.NRW
immer vor, wenn es seine Wunschtrasse durchsetzen will.
Auch ein Antrag des Initiativkreises Ortsumgehung Istrup, der noch
einmal das den Bürgern von Istrup in Aussicht gestellte Mitspracherecht
bei der Trassenauswahl eindringlich einforderte, wurde von der Mehrheitskoalition
SPD/FDP abgelehnt. Letztendlich kann nun nur noch eine ortsnahe
Nordumgehung vor dem Steinbruch oder „keine Ortsumgehung“
gewählt werden.
Eine Zumutung findet der Initiativkreis. „Die Beschäftigung
mit den Trassenalternativen hat alle Istruper so viel Zeit und Mühe
gekostet, wir fühlen uns echt verschauckelt“, meinen die
Mitglieder des Initiativkreises.


Bild: Istruper ohne Trassenauswahl

Die Hoffnung auf eine weitgehend einvernehmliche Lösung ist
im Ort erloschen. Die Stimmung im Dorf wird durch diese Einschränkung
unnötig verschärft und polarisiert. Ein Armutszeugnis
für diese Politik, wie wir denken!

Was kann jeder tun?

Nur ein „Nein“ zur ortsnahen Nordumgehung Istrup kann
eine erneute Diskussion auf politischer Ebene anstoßen und
Straßen.NRW dazu bringen, ein besseres Konzept für Istrup
zu entwickeln.
Die Entlastung aller Istruper, der Bestand der Geschäfte, der
Erhalt unseres Naherholungs-gebietes mit Festplatz und Friedhof
und eine vernünftige Verkehrsführung im Ort müssen
dabei im Mittelpunkt stehen.

 


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Ihre Wahl am 22.Mai 2005


Nur wer wählt, bestimmt mit!

Die Stadt Blomberg hat Ihnen in ihrem Schreiben vom 2.Mai die Wahlbenachrichtigung
für die „Befragung zur Linienbestimmung“ zukommen
lassen. Wählen dürfen alle Istruper beginnend ab dem 16.
Lebensjahr.

Seien Sie dabei!
Wenn Sie am 22. Mai verhindert sind, besteht bereits jetzt die Möglichkeit,
mit dieser Wahlbenachrichti-gung direkt im Rathaus zu wählen.
Eine Briefwahl ist derzeit nicht möglich.


Montage: Der Hof der Familie
Henkensmeier nach dem Bau der Umgehung? Kann es das sein??

 

Was ist eine Umgehungsstraße?

Im allgemeinen Sprachgebrauch
versteht man unter einer Umgehungsstrasse einen Schnellweg, der
den Verkehr weiträumig um einen Ort herumführt, die Menschen
von den Verkehrsfolgen entlastet und die Lebensqualität im
ganzen Ort erhöht.

Und was tut die ortsnahe Nordumgehung?


Sie belastet künftig andere, aber nicht weniger Menschen, weil
sie zu nah am Ort geplant ist.
Sie
gefährdet die Existenz unserer Geschäfte, die auf den
Umsatz der Durchfahrenden angewiesen sind.
Sie
zerstört Istrups Naherholungsgebiet, die Idylle am Festplatz
und die ruhige Lage des Friedhofs.
Sie
zwingt uns alle zu einem enormen Umweg, weil wir über die Auffahrtschleife
hinter der Q1-Tankstelle erst einmal ganz um den Ort herumfahren
müssen, wenn wir nach Lemgo wollen.

Deshalb:
Nein zur Nordumgehung – heißt
Ja zu Istrup!


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Nordumgehungdoch im Dorf


Die meisten Istruper haben auf die Frage
– Wo befindet sich die Nordumgehung? – noch die in den
80er Jahren durch den Heimatverein vorgeschlagene ortsferne Nordumgehung
hinter der Bergkuppe des Hurn in Erinnerung. Dieses ergab eine aktuelle
Umfrage des Initiativkreises Ortsumgehung Istrup. Diese Variante
existiert nicht mehr!

Die Planung geht jetzt von einer Trassenführung
aus, die am Spazierweg vor dem Wald zwischen dem Ehrenmahl und der
Hütte des Heimatvereins verläuft. Keinesfalls, so Herr
Windhager/ verantwortlicher Planer von Strassen.NRW, wird die Trasse
weiter hinten im Wald liegen. Die Linienführung direkt am Friedhof
mit hohen Anrampungen im Westen von Istrup und nach Blomberg ist
das, was gebaut wird, wenn sich die Istruper Bevölkerung für
diese Trasse entscheidet.

Die Entscheidung fällt am 22. Mai 2005
im Zuge der Landtagswahl. Die Abstimmung findet im Wahlbüro
der Grundschule Istrup statt.

Fiktion oder Albtraum?

Alt werden in Istrup nach Bau der Umgehungsstraße


Es ist nicht besser geworden, wie die Politiker und Straßen.NRW
versprochen haben, dachte Heinz.
Seit es die Umgehung für Istrup gibt, fahren zwar etwas weniger
Autos durchs Dorf, aber dafür fehlt es an allem anderen. Nachdem
Körber zugemacht hat, muss man für jede Kleinigkeit nach
Blomberg. Auch die Tanke hat geschlossen, so dass man nicht einmal
die Bild am Sonntag in Istrup bekommt. Abends mal spontan die Küche
kalt lassen und im Imbiss was holen, geht auch nicht mehr. Die lebten
stark vom Durchgangsverkehr und haben als erste geschlossen.

Sogar die Blumen für den Friedhof muss man
jetzt in Blomberg kaufen, weil Jansen auch aufgegeben hat. Alles
sehr mühsam für uns Alte mit dem Bus. Neue Baugebiete
werden längst nicht mehr erschlossen, wer zieht schon in ein
Dorf ohne Geschäfte. Wegziehen ist auch nicht einfach, dafür
müsste man sein Haus verkaufen können, und das will in
einem solchen Ort niemand mehr haben.

Selbst in Frieden ruhen kann man nicht mehr in
Istrup, seit neben dem Friedhof die B1 läuft – ob das
allen so klar war, als sie für die Umgehung gestimmt haben,
fragt sich Heinz.

Sie können sich bereits heute für eine bessere Zukunft
entscheiden.
Nein, zur ortsnahen Umgehungsstraße vor dem Steinbruch.

Selber
gucken macht schlau


Nehmen Sie Sich in den nächsten Tagen etwas Zeit und genießen
Sie einen Spaziergang am Waldrand des „Hurn“.


Bild: Markierung der geplanten
30Meter breiten Trasse

Der Initiativkreis hat den Verlauf der geplanten Trasse mit Banderolen
an den betroffenen Bäumen gekennzeichnet. Machen Sie Sich ein
eigenes Bild von dem gesamten Ausmaß dieser katastrophalen Planung.

Weitergehende Informationen erreichen Sie über das Internet unter
www.ortsumgehung-istrup.de oder sprechen Sie die bekannten Mitglieder
des Initiativkreises im Ort an.


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Standpunkte  
   
„Lieber
die Anderen, als ich“


„Mir ist doch völlig egal, wo die neue Ortsumgehung hingebaut
wird und wer künftig darunter zu leiden hat. Ob in Istrup ein
Geschäfts-sterben einsetzt und was sonst noch so alles gegen
die ortsnahe Nordumgehung gesagt wird, interessiert mich nicht.

Ich habe die Straße lange genug vor der Haustür gehabt,
jetzt sollen mal andere dran glauben. Hauptsache sie kommt hier
weg, alles andere ist mir sch…egal!“
 
Zitat eines Anwohners
der Lemgoer Straße, der anonym bleiben wollte.

„Abenteuerlich!“


„Es ist schon abenteuerlich, mit welchen Argumenten Straßen.NRW
versucht, uns die neue dreispurige Bundesstraße hinter unserem
Gartenzaun zu versüßen“, empört sich F. Büsching.
Er wird mit seiner Familie einer der vielen künftigen Anwohner
der neuen ortsnahen Nordumgehung sein und das Los der bestehenden
Straßenanlieger übernehmen. „Man leitet den Verkehr
aus der Ortsmitte hinter die Häuser am nördlichen Siedlungsrand
am Wanderweg, nennt das ganze dreist „Ortsumgehung“ und
glaubt, die Bürger merken nichts.

„Vorne weg und hinters Haus “

In Wahrheit ist das doch eine Umgehungsstraße für die
Kernstadt Blomberg, nur deren Einwohner profitieren. Und selbst,
wer künftig nicht unmittelbarer Anlieger ist, wird zu den Opfern
dieser Planung gehören. Schönreden hilft hier nicht. Wenn
die Geschäfte schließen, Dämme und Brücken
das Ortsbild verschandeln, ein Naherholungsgebiet fehlt und Istrup
für Neubürger unattraktiv ist, werden alle Bürger
sich fragen, ob das ein lebenswertes Umfeld ist.“

 

Ruhestätte
ohne Ruhe


Neue Technik am Istruper Friedhof?
Ein Blick in die Planungsunterlagen von Straßen.NRW zeigt
es deutlich: Der Lärm-pegel am Istruper Friedhof liegt künftig
im dunkelroten Bereich. Ursache: Die 26 Meter entfernte dreispurige
Bundesstraße am Wanderweg.

Darf der Pastor/Pfarrer deshalb auf technische Hilfsmittel wie
Mikrofonanlage oder Megaphon zurückgreifen, damit die Grabreden
verstanden werden können? Oder ist das pietätlos?

Entscheiden Sie mit!
am 22. Mai
NEIN zur Ortsumgehung am Waldweg

Istrup zuliebe!

In der
nächsten Ausgabe lesen Sie:


Die häufigsten Irrtümer über die geplante Straße


Der letzte macht das Licht aus


Gebäudeschäden durch denB1 / Nordumgehungs-Neubau?


© 2005 Initiativkreis Ortsumgehung Istrup

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