Nordumgehungdoch im Dorf

Die meisten Istruper haben auf die Frage
– Wo befindet sich die Nordumgehung? – noch die in den
80er Jahren durch den Heimatverein vorgeschlagene ortsferne Nordumgehung
hinter der Bergkuppe des Hurn in Erinnerung. Dieses ergab eine aktuelle
Umfrage des Initiativkreises Ortsumgehung Istrup. Diese Variante
existiert nicht mehr!
Die Planung geht jetzt von einer Trassenführung
aus, die am Spazierweg vor dem Wald zwischen dem Ehrenmahl und der
Hütte des Heimatvereins verläuft. Keinesfalls, so Herr
Windhager/ verantwortlicher Planer von Strassen.NRW, wird die Trasse
weiter hinten im Wald liegen. Die Linienführung direkt am Friedhof
mit hohen Anrampungen im Westen von Istrup und nach Blomberg ist
das, was gebaut wird, wenn sich die Istruper Bevölkerung für
diese Trasse entscheidet.
Die Entscheidung fällt am 22. Mai 2005
im Zuge der Landtagswahl. Die Abstimmung findet im Wahlbüro
der Grundschule Istrup statt.
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Fiktion oder Albtraum?
Alt werden in Istrup nach Bau der Umgehungsstraße

Es ist nicht besser geworden, wie die Politiker und Straßen.NRW
versprochen haben, dachte Heinz.
Seit es die Umgehung für Istrup gibt, fahren zwar etwas weniger
Autos durchs Dorf, aber dafür fehlt es an allem anderen. Nachdem
Körber zugemacht hat, muss man für jede Kleinigkeit nach
Blomberg. Auch die Tanke hat geschlossen, so dass man nicht einmal
die Bild am Sonntag in Istrup bekommt. Abends mal spontan die Küche
kalt lassen und im Imbiss was holen, geht auch nicht mehr. Die lebten
stark vom Durchgangsverkehr und haben als erste geschlossen.
Sogar die Blumen für den Friedhof muss man
jetzt in Blomberg kaufen, weil Jansen auch aufgegeben hat. Alles
sehr mühsam für uns Alte mit dem Bus. Neue Baugebiete
werden längst nicht mehr erschlossen, wer zieht schon in ein
Dorf ohne Geschäfte. Wegziehen ist auch nicht einfach, dafür
müsste man sein Haus verkaufen können, und das will in
einem solchen Ort niemand mehr haben.
Selbst in Frieden ruhen kann man nicht mehr in
Istrup, seit neben dem Friedhof die B1 läuft – ob das
allen so klar war, als sie für die Umgehung gestimmt haben,
fragt sich Heinz.
Sie können sich bereits heute für eine bessere Zukunft
entscheiden.
Nein, zur ortsnahen Umgehungsstraße vor dem Steinbruch.
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