Lippische Landeszeitung vom 10.03.2005

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Streit ums Meinungsbild
Initiativkreis Ortsumgehung Istrup will detaillierte Umfrage

Blomberg (sb). Mit der Landtagswahl am 22. Mai sollen die Istruper Bürger auch ihre Meinung kundtun zur geplanten Istruper Ortsumgehung (B 1-Neubau). Doch schon im Vorfeld sind die Verwaltung und der "Intitiativkreis Ortsumgehung Istrup" uneinig über die Ausgestaltung des Fragebogens.

Zwar wurde der Punkt in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses vertagt. Doch der Initiativkreis hatte vorsorglich einen Antrag formuliert, der nun in der nächsten Sitzung aufs Tapet kommt. Darin zeigt sich die Bürgerinitiative enttäuscht darüber, dass die Stellungnahme der Landesstraßenbaubehörde sich nicht mit den aus ihrer Sicht entscheidenden Punkten auseinandergesetzt habe: Stimmigkeit des Verkehrskonzeptes, aktuelle Verkehrsprognosen sowie Umweltverträglichkeit und Auswirkungen auf die Istruper Infrastruktur.
Da das Straßenbauamt nach wie vor die ortsnahe Nordvariante als einzige mit den Trägern öffentlicher Belange machbare Lösung darstellt, will die Verwaltung nach Aussage von Bürgermeister Klaus Geise auch nur zwei Dinge abfragen: Sind die Istruper für den Neubau der ortsnahen B 1-Nordumgehung und somit gegen die Beibehaltung der derzeitigen Verkehrsführung durch den Ort oder sollte alles beim Alten bleiben? Geise argumentiert, dass die Nordtrasse nach Auskunft der Straßenbauer die einzig erfolgversprechende Alternative sei. Sollte die Stadt sich für eine andere entscheiden, die die Träger öffentlicher Belange nicht unterstützen, wäre nichts erreicht.

Initiative will weitere Untersuchungen

Deshalb reichen aus Sicht der Verwaltung die beiden Fragen aus, um ein Stimmungsbild aus Istrup zu erhalten, das den Politikern als Entscheidungsgrundlage diesen soll.
Das sieht der Initiativkreis anders. Insgesamt befänden sich noch fünf Trassenvarianten - darunter drei Südvarianten - im Beteiligungsverfahren. Zwischen diesen Varianten sollten die Istruper, die die Eingangsfrage nach einer notwendigen Ortsumgehung mit Ja beantwortet haben, auch wählen können. Zudem sollte in der Befragung auch noch einmal jede Variante auf einer Karte mit wichtigen Details dargestellt werden. Nur so ist nach Auffassung des Initiativkreises gewährleistet, dass die Umfrage auch das tatsächliche Meinungsbild widerspiegelt.
Zugleich kündigt der Initiativkreis an, selbst weitere Untersuchungen und eventuell auch eine erneute Fauna-Flora-Habitat-Untersuchung in Auftrag zu geben, um damit dem eigentlichen Verfahren zuvor zu kommen. Das sehe nämlich die "längst überfälligen" faunistischen Erfassungsarbeiten erst nach der Linienbestimmung vor.
Mit den Details der Umfrage soll sich laut Geise aus Zeitgründen nicht der Bauausschuss, sondern der Hauptausschuss am 16. März befassen. Denn bis zur Wahl am 22. Mai muss alles in trockenen Tüchern sein.

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Diese Daten wurden übernommen aus der vom 10.03.2005.