Pressenotiz 24.10.2002
zurück
Stellungnahme zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes der Stadt Blomberg

Sollen hier durch die Hintertür bereits Fakten geschaffen werden? Diese Frage stellt sich der Initiativkreis Ortsumgehung Istrup.

Wenn man den offiziellen Verlautbarungen Glauben schenkt, haben sich die Blom-berger Politiker noch nicht für eine der verschiedenen Ortsumgehungstrassen im Nor-den oder Süden von Istrup entschieden. Nach der letzten Bauausschußsitzung vom 24.09.02 könnte man anderer Meinung sein.

Mit dem vorgestellten Konzept zum neuen Flächennutzungsplan für den Ortsteil Istrup präsentierte der Planer nur einen einzigen Planungsvorschlag: eine ortsnahe Nor-dumgehumg von Istrup bei gleichzeitiger Ausweisung von Siedlungsflächen im Süden von Istrup. Er schlug vor, mit diesem Planungskonzept eine Behördenvorabstimmung und frühzeitige Bürgerbeteiligung durchzuführen.

Die Signalwirkung einer solchen Maßnahme gegenüber der Bevölkerung und Dritten hält der Initiativkreis für fatal und dem aktuellen Diskussionsstand nicht angemessen. Gerade die ortsnahe Nordumgehungsvariante hatte bei jeder Präsentation durch den Landesbetrieb Straßen.NRW heftige Proteste in der Bevölkerung ausgelöst (die LZ berichtete mehrfach). Auch führten diese Proteste zur Gründung eines "Runden Ti-sches Istrup", der die jetzt wieder vorgeschlagene ortsnahe Nordvariante ebenso ab-lehnte wie eine ortsnahe Trasse im Süden von Istrup. Allenfalls eine ortsferne Trasse, die eine "echte" Ortsumgehung darstellt, findet eine breite Zustimmung in der Bevölke-rung, lautete der Konsens.

Der Initiativkreis hat sich daher mit einem eigenen Antrag zur Neuaufstellung des Flä-chennutzungsplanes an den Ausschuß für Hochbau, Tiefbau und Planung gewandt:
Der Antrag fordert, dass jeweils ein Planungskonzept für den Fall einer Nordumge-hung als auch für den Fall einer Südumgehung erarbeitet und den Trägern öffentlicher Belange und der Bevölkerung vorgestellt wird. Oder, dies scheint dem Initiativkreis die bessere Lösung zu sein, die gewünschte Siedlungsfläche wird lediglich der Größe nach (in ha) bestimmt und man stellt die Frage nach deren Lage zurück, bis eine Ent-scheidung zur Trasse der Ortsumgehung gefallen ist.

Hier steht jetzt auch die Glaubwürdigkeit der Politik auf dem Spiel, meint der Initiativ-kreis. Auch sieht er keinen Sinn darin, den Streit um die Straßentrasse künftig parallel auch im Rahmen der Bauleitplanung auszufechten. Und genau das würde wohl im Rahmen der Bürgerbeteiligung zum Flächennutzungsplan geschehen.

Initiativkreis Ortsumgehung Istrup

 

Reaktionen

--

zurück
© 2003 Initiativkreis Ortsumgehung Istrup